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In der heutigen Zeit haben Cybersicherheit und Datenschutz oberste Priorität für Betreiber kritischer Infrastrukturen. Von Versorgungsunternehmen bis zum Transportwesen stehen Organisationen unter wachsendem Druck, neue Vorschriften wie NIS2 in Europa, KRITIS in Deutschland und internationale Standards wie ISO 27001 einzuhalten. Dennoch herrscht weiterhin Unsicherheit: Viele fragen sich, ob NIS2 eine Richtlinie, eine Zertifizierung oder lediglich eine Sammlung von Best Practices ist. Andere bezweifeln, ob ISO 27001 allein ausreicht oder wie KRITIS mit diesen Rahmenwerken zusammenspielt.

Bei ISEO sind wir überzeugt, dass Klarheit entscheidend ist. NIS2 ist eine europäische Richtlinie, die verbindliche Anforderungen für Betreiber kritischer Infrastrukturen festlegt. ISO 27001 ist ein freiwilliger internationaler Standard, der einen systematischen Ansatz für das Informationssicherheitsmanagement bietet. KRITIS ist ein deutsches Regelwerk, das sich gezielt an kritische Infrastrukturen richtet. Diese Instrumente schließen sich nicht gegenseitig aus. Gemeinsam bilden sie einen robusten Ansatz für Risikomanagement und Resilienz.

Was jedoch am meisten zählt, ist nicht das Abhaken von Vorschriften, sondern der Aufbau von Vertrauen. ISEO setzt seit Jahren auf das Security-by-Design-Prinzip im Zugangsmanagement – durch die Kombination von mechanischer Verifikation, digitaler Autorisierung und nachvollziehbarer Protokollierung. Diese Grundlagen helfen Betreibern, regulatorische Vorgaben zu erfüllen und gleichzeitig den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Bei ISEO unterstützen wir unsere Kunden nicht nur bei der Einhaltung von Vorgaben, sondern setzen dieselben hohen Standards bei unseren eigenen Lösungen und Prozessen an. Für uns ist Compliance die Basis, nicht das Ziel. Als vertrauenswürdiger Partner begleiten wir unsere Kunden über die reine Einhaltung hinaus – hin zu echter Resilienz und nachhaltigem Vertrauen.

Warum kritische Infrastrukturen mehr verlangen

Versorgungsunternehmen, Verkehrsnetze und andere Betreiber kritischer Infrastrukturen sind besonders anfällig für Cyber- und physische Bedrohungen. Umspannwerke arbeiten oft ohne ständiges Personal. Wasserwerke müssen verteilte Zugänge verwalten, die für die öffentliche Gesundheit entscheidend sind. Verdichterstationen für Gas benötigen strenge Protokolle, um katastrophale Folgen zu verhindern. Bahn- und Metrostandorte koordinieren täglich zahlreiche Auftragnehmer und Drittanbieter. In solchen Kontexten kann bereits eine einzige Sicherheitsverletzung ganze Gemeinden lahmlegen, erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen und das öffentliche Vertrauen erschüttern.

Daher darf die Diskussion zwischen NIS2, ISO 27001 und KRITIS nicht theoretisch bleiben. Betreiber brauchen praxisnahe Lösungen, die sich im Alltag bewähren.


ISEOs praktischer Ansatz: Die F9000-Produktfamilie

Ein zentrales Element des ISEO-Angebots für diese Sektoren ist die mechatronische Produktfamilie F9000. F9000 vereint mechanische Verifikation und digitale Autorisierung in einem einzigen physischen Medium. Um ein Schloss zu öffnen, sind sowohl das richtige mechanische Schlüsselprofil (Stifte und Gegenstifte, Schnitte) als auch die passenden digitalen Berechtigungen erforderlich, die im Schlüssel gespeichert sind und per Induktion im Zylinder ausgelesen werden.

Dieses Modell der „Dualen Verifikation“ funktioniert ähnlich wie eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, wird jedoch mit nur einem physischen Gerät realisiert. Ein reiner Bruch der digitalen Berechtigung reicht nicht zum Öffnen aus – ein Angreifer benötigt auch einen passenden physischen Schlüssel. Zudem sind F9000-Zylinder, Vorhängeschlösser und Geräte autark: Sie haben keine externe Netzwerkverbindung und tauschen Informationen ausschließlich mit ISEO-Programmier- und Nutzer-Schlüsseln aus. Dadurch sind typische Fernangriffe auf vernetzte Zutrittsgeräte in dieser Architektur praktisch ausgeschlossen.

Integration in übergeordnete Systeme

Über die Produktresilienz hinaus setzt ISEO auf einen pragmatischen und integrativen Ansatz. Unsere mechatronische Hardware harmoniert nahtlos mit LSA-Softwaremodulen und lässt sich in die Anlagenverwaltung (CMMS), OT/SCADA-Vorfallprozeduren und Systeme für Alleinarbeiter einbinden – ohne kritische Steuerungsnetze zu gefährden.

Das Ergebnis ist ein mehrschichtiger Schutz: starker, nachvollziehbarer physischer Zutritt an der Peripherie; softwaregestützte Richtlinienverwaltung und Protokollierung; und eine minimale Angriffsfläche, da die Feldgeräte gezielt offline betrieben werden. Für Betreiber von Versorgungsunternehmen und anderen kritischen Infrastrukturen bedeutet das: geringeres Betriebsrisiko, klarere Audit-Trails und eine Sicherheitslage, die Compliance-Anforderungen wie NIS2, KRITIS oder ISO 27001 unterstützt, statt sie zu behindern.


Über Compliance hinausblicken

Cyberbedrohungen entwickeln sich schneller als neue Vorschriften verfasst werden können. Deshalb empfiehlt ISEO seinen Partnern, Compliance als Mindeststandard zu sehen – nicht als Endziel. Wahre Resilienz erfordert mehr: Technologien, die auf die operativen Realitäten kritischer Infrastrukturen ausgelegt sind, Lösungen, die sich in bestehende Steuerungsumgebungen integrieren, und einen Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung in physischer und digitaler Sicherheit.

In einer Zeit wachsender Verflechtung von IT (Informationstechnologie) und OT (operationelle Technologie) ist vertrauenswürdiges Zugangsmanagement nicht mehr optional, sondern grundlegend. ISEO unterstützt Betreiber kritischer Infrastrukturen mit Lösungen, die Sicherheit von Anfang an mitdenken, Klarheit in regulatorischer Komplexität schaffen und Vertrauen weit über die Compliance hinaus fördern.